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Formeln und Funktionen in der Tabelle

Folgende Funktionen sind in der FreeLogic möglich:

System:

=alarmif() Alarm eMail oder SMS bei Messwerten versenden

=save() Speichern in Langzeit-Aufzeichnung

=sensor() Eingang Sensor oder Zähler lesen

=sensoraverage() Durchschnittlicher Messwert eines Zeitraumes

=sensordelta() Differenz eines Messwertes innerhalb eines Zeitraumes

=sensorpast() Vergangenheit eines Messwertes vor einem Zeit

Zeitabhängige:

=dtder() Ableitung nach Zeit

=dtlast() Vorheriger Messwert

=dtint() Integral nach Zeit

=dtslow() Dämpfung zu schneller Signale

Regler:

=hyst() Zweipunktregler

=pid() PID-Regler

alarmif( Text , Bedingung )
alarmif( Text , Bedingung , Wartezeit )
alarmif( Text , Bedingung , Wartezeit , Wiederholung )

Versendet einen Alarmtext wenn ein Fehlerzustand erfüllt ist. 

Parameter: Text

Der Wortlaut der zu versendenden Meldung z.B.
"Alarm: Vorlauftemperatur zu hoch".

Im Text können Werte von Sensoren oder Referenzen auf andere Zellen enthalten sein z.B.
"Alarm: Vorlauf " & sensor(T1) & "°C über Maximum" wird zu "Alarm: Vorlauf 103°C über Maximum"

Parameter: Bedingung

Wenn diese Kriterium erfüllt ist wird der Alarm versendet. Um bei Überschreitung einer festen Grenze einen Alarm auszulösen z.B. "sensor(T1)>=100" löst bei 100°C einen Alarm aus. z.B. "sensor(T1)>100" löst erst ab 100,1°C einen Alarm aus. z.B. "T2>T1" löst einen Alarm aus wenn der Rücklauf T2 größer dem Vorlauf T1 wird.

Mehrere Bedingungen können mit Logikfunktionen and(), or(), xor() oder not() verknüpft werden z.B. "and(sensor(T1)<0,sensor(T2)<60)" oder bei Betriebszuständen "and(sensor(T2)<60,sensor(IOSD1)=1)"

Optionaler Parameter: Wartezeit

Die Bedingung muß mindestens über die Wartezeit anliegen, bis ein Alarm versendet wird. Dies Verhindert Fehlalarme bei kurzen Spitzen/Einbrüchen in der Messung. Beispiele sind:

1 entspricht einem Tag
01:00 entspricht einer Stunde
00:01 entspricht einer Minute
00:00:30 entspricht dreißig Sekunden
0 entspricht keiner Wartezeit, also sofort

Wird der Parameter nicht angegeben, ist die Wartezeit 1 Minute

Optionaler Parameter: Wiederholung

Wenn die Bedingung länger anliegt, wird der Alarm wiederholt gesendet. Beispiele sind:

7 entspricht alle 7 Tage, also wöchentlich
02:00 entspricht alle 2 Stunden 
0 entspricht nur einmaliges zustellen, keine Wiederholung

Wird der Parameter nicht angegeben, wird ein dauerhaft anliegender Alarm einmal täglich versendet

Beispiele:

  A B C
 1    =alarmif( "Alarm: Vorlauftemperatur zu hoch" , sensor(T1)>100 )  

Im Feld B1 wird täglich ein Alarm versendet falls die Temperatur des Sensors T1 länger als 1 Minute über 100°C steigt.
Anwendung ist z.B. Erkennung von Überhitzung.

  A B C
 1  60 =alarmif( "Alarm: Warmwasser unter "&A1&"°C" , sensor(T2)<A1 , 00:10 )  

Im Feld B1 wird täglich ein Alarm versendet falls die Temperatur des Sensors T2 länger als 10 Minuten unter 60°C fällt.
Anwendung ist z.B. Erkennung von Legionellengefahr bei der Warmwasserversorgung.

  A B C
 1    =alarmif( "Alarm: Spreizung im Heizkreis zu gering, Pumpe prüfen" , sensor(T3) < sensor(T4)+1 )  

Im Feld B1 wird täglich ein Alarm versendet falls die Vorlauftemperatur des Sensors T3 auf 1°C an die Rücklauftemperatur des Sensors T4 heran kommt.
Anwendung ist z.B. Erkennung einer defekten Pumpe.

dtder( Wert )

Berechnet die Ableitung (Derivation) des Wertes über die Zeit.

Parameter: Wert

Der zu überwachende Wert. Er kann eine Referenz auf eine andere Zelle, oder auch eine Berechnung enthalten.

Beispiele:

  A B C
 1  =sensor(T1) =dtder(A1)  

Im Feld B1 wird die Ableitung des Sensors T1 über die Zeit gezeigt. Hat T1 z.B. um 12:34:40 eine Temperatur von 20°C und 10s später, bereits 20,8°C, dann zeigt dtder() die +0,08°C/s Erwärmung. Anwendung ist z.B. ein D-Regler für eine Pumpe.

dtdiff( Wert )

Berechnet den Unterschied (Differenz) des Wertes von der aktuellen Messung zur vorherigen Messung.

Parameter: Wert

Der zu überwachende Wert. Er kann eine Referenz auf eine andere Zelle, oder auch eine Berechnung enthalten.

Beispiele:

  A B C
 1  =sensor(T1) =dtdiff(A1)  

Im Feld B1 wird die Veränderung des Sensors T1 über die Messintervalle gezeigt. Hat T1 z.B. um 12:34:40 eine Temperatur von 20°C und eine Messung später, um 12:34:50 bereits 20,8°C, dann zeigt dtdiff() die +0,8°C Erwärmung.
Anwendung ist z.B. die Überwachung von Raumtemperaturen. 

dtint( Wert , Obergrenze , Untergrenze )

Berechnet das Integral des Wertes über die Zeit.

Parameter: Wert

Der zu überwachende Wert. Er kann eine Referenz auf eine andere Zelle, oder auch eine Berechnung enthalten.

optionaler Parameter: Obergrenze

Der höchste Wert des Integrators. Selbst wenn nach Erreichen der Obergrenze weiterhin ein positiver Wert anliegt, steigt das Ergebnis nicht weiter an. Sobald ein negativer Wert anliegt fällt das Ergebnis sofort wieder.
Wenn die Obergrenze nicht angegeben wird, steht diese auf 100

optionaler Parameter: Untergrenze

Der niedrigste Wert des Integrators. 
Wenn die Untergrenze nicht angegeben wird, steht diese auf 0

Beispiele:

  A B C
 1  =sensor(IC1P) =dtint(A1,999999)  =B1/3600/1000

Im Feld B1 wird der Strom-Zähler IC1P über die Zeit in Sekunden aufaddiert (kumuliert) bis maximal 6 Stellen. Hat IC1P z.B. über 1h konstant 100W, dann zeigt dtind() 360000Ws. Im Feld C1 werden die Einheiten von Ws in die üblichen kWh umgerechnet, so das es 0,1kWh zeigt.
Anwendung ist z.B. die Berechnung der verbrauchten Energie aus einem Leistungs-Zähler der nur Impulse ausgibt.

dtlast( Wert )

Zeige den letzten Wert der vorherigen Messung

Parameter: Wert

Der zu überwachende Wert. Er kann eine Referenz auf eine andere Zelle, oder auch eine Berechnung enthalten.

Beispiele:

  A B C
 1  =sensor(T1) =dtlast(A1)  

Im Feld B1 wird der Messwert des Sensors T1 um einem Zyklus verzögert gezeigt. Hat T1 z.B. um 12:34:40 eine Temperatur von 20,0°C und eine Messung später, um 12:34:50 bereits 20,8°C, dann zeigt dtlast() noch 20,0°C an.
Anwendung ist z.B. die Dämpfung von Messwerten durch Mittelwertbildung. 

dtslow( Wert , Dämpfung )

Dämpft einen Messwert durch entfernen schneller Schwankungen und macht es so langsamer

Parameter: Wert

Der zu verlangsamende Wert. Er kann eine Referenz auf eine andere Zelle, oder auch eine Berechnung enthalten.

Parameter: Dämpfung

Das Maß der Dämpfung. Größere Werte verlangsamen den Messwert stärker:
0 = keine Dämpfung, der Wert bleibt unverändert
1 = sehr geringe Dämpfung, nach wenigen Sekunden ist der neue Wert erreicht
3600 = hohe Dämpfung, nach ca. 1h ist der neue Wert erreicht

Beispiele:

  A B C
 1  =sensor(T1) =dtslow(A1,60)  

Im Feld B1 wird der Messwert des Sensors T1 gedämpft angezeigt. Bei einer Änderung von T1 dauert es ca. 60s bis das Feld B1 den neuen Wert anzeigt.
Anwendung ist z.B. das Entfernen von schnellen Schwankungen zur anschließenden Regelung mit einem PID- oder Zweipunktregler. 

 

hyst( Ist-Wert , Obergrenze , Untergrenze )

Zweipunktregler (Hysteresis) für Ausgänge die nur ein- oder ausgeschaltet werden können 

Parameter: Ist-Wert

Der aktuelle Messwert des zu regelnden Systems.

Parameter: Obergrenze

Sobald der Messwert die Obergrenze überschreitet geht der Regler aus (0)

Parameter: Untergrenze

Sobald der Messwert die Untergrenze unterschreitet geht der Regler an(1)

Beispiele:

  A B C
 1  =sensor(T1)

20

=hyst(A1,B1+1,B1-1)

Im Feld A1 wird die Temperatur des Sensors T1 gelesen, es zeigt also die Ist-Temperatur an. Im Feld B1 wird eine Soll-Temperatur fest mit 20°C vorgegeben. Der Regler im Feld C1 schaltet unterhalb von 19°C ein und über 21°C aus.
Anwendung ist z.B. die Ansteuerung eines Heizlüfters. 

pid( Differenz , P-Wert )

pid( Differenz , P-Wert , I-Wert )

pid( Differenz , P-Wert , I-Wert , D-Wert )

Proportional-Integral-Differential Regler (PID) für Ausgänge die stetig zwischen 0...100% moduliert werden können

Parameter: Differenz

Die Regelabweichung zwischen dem Soll- und dem Istwert des zu regelnden Systems. Für Regler die einen Sollwert konstant halten sollen ist dies eine einfache Subtraktion z.B. "20-sensor(T1)"  

Parameter: P-Wert

Der proportionale Verstärkungsfaktor (P-Regler) in Prozent. Größere Werte machen den Regler schneller und genauer, können aber zu instabilem Schwingen führen.

optionaler Parameter: I-Wert

Der integrale Verstärkungsfaktor (PI-Regler) in Prozent, um auch kleine Regelabweichungen auszuregeln. Größere Werte stabilisieren den Regler, machen ihn aber auch langsamer,
Wenn der I-Wert nicht angegeben wird, steht dieser auf 0%

optionaler Parameter: D-Wert

Der differentiale Verstärkungsfaktor (PI- oder PD-Regler) in Prozent, um schneller zu werden. Größere Werte lassen den Regler bei kurzfristigen Schwankungen kräftig gegenregeln mit dem Risiko das das gesamte System ins Schwingen kommt.
⇒ Achtung: Diesen Wert nur mit äusserster Vorsicht nutzen!
Wenn der D-Wert nicht angegeben wird, steht dieser auf 0%

Beispiele:

  A B C
 1  =sensor(T1)

20

=pid(B1-A1,3)

Im Feld A1 wird die Temperatur des Sensors T1 gelesen, es zeigt also die Ist-Temperatur an. Im Feld B1 wird eine Soll-Temperatur fest mit 20°C vorgegeben. Der Regler im Feld C1 berechnet erst die Regelabweichung aus der Differenz zwischen Soll- und Ist-Temperatur und regelt dann mit einem Proportiona-Anteil von 3%. schaltet unterhalb von 19°C ein und über 21°C aus.
Anwendung ist z.B. die Ansteuerung eines modulierbaren Heizkessels.

save( Messpunktname , Wert )

Speichert einen Wert in der Langzeit-Datenaufzeichnung, um ihn mit Instrumenten oder Diagrammen anzuzeigen.

Parameter: Messpunktname

Der Name des neuen virtuellen Messpunkts V1 bis V12.

Parameter: Wert

Der zu speichernde Wert. Er kann eine Zahl, eine Referenz auf eine andere Zelle, oder auch eine Berechnung enthalten.

Beispiele:

  A B C
 1  =sensor(T1) =sensor(T2) =save(V1,A1-A2)

Im Feld C1 wird die Differenz zwischen den Messwerten T1 und T2 unter dem neuen Datenpunkt V1 gespeichert.
Anwendung ist z.B. die Spreizung zwischen Vorlauf- und einer Rücklauftemperatur eines Heizkreises.

sensor( Messpunktname )

Zeigt den aktuellen Messwert eines Messpunktes.

Parameter: Messpunktname

Der Name des Sensors. Eine Übersicht über alle gesteckten Sensoren finden Sie unter Einstellungen → Sensor Messpunkte, z.B. T4 wenn Sie vier Temperaturfühler gesteckt haben. 

Beispiele:

  A B C
 1  =sensor(T1)    

Im Feld A1 wird immer aktuell der Messwert des Sensors T1 angezeigt.
Anwendung ist z.B. eine Berechnung Gradtagzahl aus der Aussentemperatur

sensoraverage( Messpunktname , Durchschnittszeit)

Zeigt den durchschnittlichen Messwert eines Messpunktes über eine Zeit

Parameter: Messpunktname

Der Name des Sensors. Eine Übersicht über alle gesteckten Sensoren finden Sie unter Einstellungen → Sensor Messpunkte, z.B. T4 wenn Sie vier Temperaturfühler gesteckt haben. 

Parameter: Durchschnittszeit

Der Zeitraum über den der Durchschnitt zurückgegeben wird. Beispiele sind:

1 entspricht einem Tag
01:00 entspricht einer Stunde
00:01 entspricht einer Minute
00:00:30 entspricht dreißig Sekunden

Beispiele:

  A B C
 1  =sensoraverage(T1,1)    

Im Feld A1 wird der Durchschnittswert über einen ganzen Tag des Sensors T1 angezeigt.
Anwendung ist z.B. eine Berechnung Gradtagzahl aus der Aussentemperatur

 

sensordelta( Messpunktname , Differenzzeit)

Zeigt den Unterschied eines Messwertes in einem Zeitraum

Parameter: Messpunktname

Der Name des Sensors. Eine Übersicht über alle gesteckten Sensoren finden Sie unter Einstellungen → Sensor Messpunkte, z.B. IC1 wenn Sie einen Zähler nutzen. 

Parameter: Differenzzeit

Der Zeitraum über den der Unterschied ermittelt wird. Beispiele sind:

1 entspricht einem Tag
01:00 entspricht einer Stunde
00:01 entspricht einer Minute
00:00:30 entspricht dreißig Sekunden

Beispiele:

  A B C
 1  =sensordelta(IC1,1)    

Im Feld A1 wird der Unterschied eines Stromzählers in einem Tag angezeigt, also der Tagesverbrauch
Anwendung ist z.B. der Verbrauch innerhalb einer Woche, zum Berechnen eines Wirkungsgrades

sensorpast( Messpunktname , Differenzzeit)

Zeigt den Messwert aus der Vergangenheit an

Parameter: Messpunktname

Der Name des Sensors. Eine Übersicht über alle gesteckten Sensoren finden Sie unter Einstellungen → Sensor Messpunkte, z.B. IC1 wenn Sie einen Zähler nutzen. 

Parameter: Differenzzeit

Die Zeit vor der der Messwert aufgezeichnet wurde. Beispiele sind:

1 entspricht vor einem Tag
01:00 entspricht vor einer Stunde
00:01 entspricht vor einer Minute
00:00:30 entspricht vor dreißig Sekunden

Beispiele:

  A B C
 1  =sensorpast(IC1P,7)    

Im Feld A1 wird die Leistung eines Stromzählers vor einer Woche angezeigt.
Anwendung ist z.B. ein Hochrechnen wie die Leistung nächste Woche sein könnte

 

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